Inhalt ausblenden
Der Zivilcouragepreis
Zivilcouragepreis Im Jahr 2005 beschloss der Präventionsrat der Stadt Bremerhaven, das mit der Aktion »Mut gegen Gewalt« gewonnene Preisgeld des Deutschen Förderpreises Kriminalprävention in Höhe von 7000,- € zu stiften. Jedes Jahr sollen damit couragierte Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet werden, die Zivilcourage bewiesen haben. Verbunden mit dem Zivilcouragepreis ist ein Preisgeld in Höhe von 1000,- €.
Über diese Möglichkeit soll die Aktion »Mut gegen Gewalt« und die dahinter stehende Idee der Zivilcourage in die Öffentlichkeit getragen werden. Die Beispiele der Preisträger und ihr Tätigwerden soll die Wichtigkeit couragierten Handelns aufzeigen und gleichzeitig verdeutlichen, wie einfach Zivilcourage sein kann!

2017

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft versammelten sich am Montag, den 25. Juni 2018 im Großen Sitzungssaal der Stadt Bremerhaven, um an der Verleihung des Zivilcouragepreises 2017 teilzunehmen. Mit dieser bereits seit dem Jahr 2006 durch den Präventionsrat Bremerhaven vergebenen Auszeichnung werden Menschen geehrt, die sich in besonderem Maße für ihre Mitmenschen eingesetzt und dabei außergewöhnliche Courage gezeigt haben. Verbunden ist die Auszeichnung mit einem Preisgeld von 1000,- €, welches in diesem Jahr vom Lions Club Bremerhaven zur Verfügung gestellt wurde.

Die Stadtverordnetenvorsteherin, Frau Brigitte Lückert, gratulierte in ihrem Grußwort dem Präventionsrat, der ihr sehr am Herzen liegt, zum 25jährigem Jubiläum. Ausdrücklich lobte sie - auch im Namen der Stadtverordneten und des Magistrats - das beherzte Handeln der beiden Preisträgerinnen.
Der Preis wurde in diesem Jahr durch den Direktor der Ortspolizeibehörde, Harry Götze und den Präsidenten des Lions Club Bremerhaven, Thilo Kelling, an Frau W. und Frau K. übergeben. Die beiden, bei denen es sich um Mutter und Tochter handelt, hatten im Herbst des vergangenen Jahres beobachtet, wie eine Frau in ihrem Auto von ihrem Expartner niedergestochen worden war. Kurzentschlossen hatten sie couragiert eingegriffen und so Schlimmeres verhindert.
In seiner Rede stellte Herr Götze dar, warum der Zivilcouragepreis ein Symbol für Wertschätzung darstellt und leitete ein mit der Überschrift

Das vermisste Kostüm

Wenn man Kinder danach fragt, wer ihr Held ist, dann sind die Antworten vielfältig. Vielleicht lautet die von Eltern gern gehörte Antwort: "Ich möchte wie Mama sein" oder "Wenn ich groß bin, werde ich mal wie Papa." Doch wenn wir ehrlich sind, gibt es noch eine viel verlässlichere Methode, um die Wahrheit herauszufinden. Man muss fragen: "Als was möchtest du zum Fasching gehen?"
Je nach Altersgruppe ist die Antwort schnell gefunden. Ganz beliebt sind jedes Jahr die beruflichen Vorbilder - der Feuerwehrmann oder - was mich persönlich natürlich sehr freut - der Polizist.
Blicken wir über die regulären Berufsfelder hinaus, so gibt es eine ganze Bandbreite von Helden, die als Nächstes zur Auswahl stehen: Superman, Batman und - in unserer emanzipierten Gesellschaft - natürlich auch Wonderwoman. Kinder lieben Helden. Das wissen wir, weil sie das offen kundtun, weil sie es spielen und vor allem das entsprechende Kostüm tragen möchten - und seien wir doch mal ehrlich - weil wir auch mal Kinder waren!
Helden haben schon immer einen Platz in Kinderherzen. Warum nur? Bestimmt, weil die Helden für Gerechtigkeit sorgen, weil sie den Hilflosen zur Seite stehen dort wo das Opfer ganz allein auf sich gestellt ist und weil sie keinen Unterschied zwischen arm und reich oder die Herkunft der Hilfebedürftigen machen - und die Kinder sich dann mit ihren Helden identifizieren - und - sie daran dann glauben können, dass auch ihnen in gefährlichen Situationen ein Held zur Hilfe eilen könnte.
Natürlich auch wegen der Superkräfte!
Und wir Erwachsenen? Eigentlich lieben wir sie doch auch?! Nicht ohne Grund werden die Marvel-Comic-Verfilmungen immer beliebter. Die Gründe dürften die gleichen sein wie sie für die Kinder gelten. Wir geben es nur nicht so offen zu.
Wenn man denn auf der Suche nach einem Kostüm durch die Geschäfte streift, gibt es vermeintlich keine Grenzen. Jedes Kind darf sich für einen Tag wie ein Held fühlen. Seit es das Internet gibt und Onlineshopping beliebt geworden ist, lässt sich fast jedes Kostüm kaufen.
Doch warum, frage ich Sie dann, finde ich keine Verkleidung für die drei Männer, die gemeinsam eine Straftat verhinderten (Preisträger 2007). Für den Bürger, der einen geistig verwirrten Mann davon abhielt, andere Mitmenschen mit einer Nagelfeile zu verletzen (Preisträger 2008). Für diejenigen, die Handtaschenräuber stellten (Preisträger 2009) oder bei einem bewaffneten Raubüberfall nicht davonliefen, sondern dem Opfer zur Seite standen.

Oscar Wilde sagte einmal: "Die Wahrheit ist selten rein und niemals einfach."

Die Wahrheit ist, dass Menschen nicht allein aufgrund ihrer Taten zu Helden werden. Sie werden zu Helden, weil wir (die Gesellschaft) sie dazu machen / macht. Weil sie medienwirksam vermarktet werden. Weil es sich lohnt.
Auch die oft zitierten "Helden des Alltags" fallen hierunter. Wer kennt nicht die Geschichte von Chesley B. Sullenberger - dem Wunder vom Hudson? Die bahnbrechende Bekanntheit dieses Ausnahmepiloten kennt spätestens seit dem vorletzten Jahr keine Grenzen mehr, seit seine Leistung in einem Hollywoodfilm ("Sully" Regisseur: Clint Eastwood, Hauptdarsteller: Tom Hanks) verarbeitet wurde. Und er hat diese Ehre wirklich verdient.
Die Hollywoodfilme über unsere Streitschlichter (2009/2011), die Spendensammler für wohltätige Zwecke (2012) und den ehrenamtlichen Sanitätsdienst lassen wohl noch auf sich warten.
Die Wahrheit ist, dass niemand diese Menschen als Helden sieht, solange wir nicht dafür sorgen.
Ich habe Ihnen soeben ein paar Fälle geschildert, die in den letzten Jahren bereits mit dem Zivilcouragepreis ausgezeichnet wurden. Sie haben hierdurch einen kleinen Teil der Anerkennung und Wertschätzung erhalten, die ihnen für ihr vorbildliches Verhalten zuerkannt werden musste. Auch die heutigen Preisträgerinnen sind hier, um geehrt zu werden. Sie haben mutig und beherzt eingegriffen. Sie haben sich eingemischt. Sie haben nicht weggesehen in einer Situation, in der man am liebsten davongelaufen wäre. Denn das Opfer konnte auch nicht weglaufen, als sie in ihrem Auto niedergestochen wurde und um ihr Leben bangen musste.
Unsere heutigen Preisträgerinnen haben einer ihnen bis dahin unbekannten Person ungefragt Hilfe zuteilwerden lassen. Hilfe, die sich jeder Einzelne von uns wünschen würde, wenn er in einer vergleichbaren Situation wäre. Sie erinnern sich - was Helden ausmacht?
Sie haben dies nicht getan, um geehrt zu werden. Sie haben es getan, um das Richtige zu tun. Und dieses Werteverständnis ist es, welches Zivilcourage auszeichnet. Welches sie zu den wahren Helden des Alltags macht.
Der Zivilcouragepreis, den wir heute verleihen, ist ein Symbol für die Wertschätzung und Anerkennung, welche Ihnen beiden zuteil werden soll. Welche wir Ihnen schuldig sind. Denn Sie haben noch viel mehr getan, als nur einer einzelnen Frau zu helfen.
Ihre ersten Worte, als Sie von Ihrer Nominierung für den Zivilcouragepreis erfuhren, waren: "Wofür denn ein Preis? Das hätte doch jeder gemacht." Ich sagen Ihnen: Sie erhalten diesen Preis nicht, obwohl Sie so denken. Sie erhalten den Preis, weil Sie so denken! Sie sind ein Vorbild für all diejenigen, die ebenfalls mutig sein wollen. Die nicht handeln, weil sie dafür Lob oder Anerkennung dafür erwarten. Sondern weil sie fest davon überzeugt sind, für ihre Werte einzutreten - auch wenn eine Situation angsteinflößend ist.
Mutig zu sein bedeutet nicht, furchtlos zu sein. Es bedeutet zu handeln, obwohl man Angst hat. Und diese Hemmschwelle kann manchmal ganz schön hoch sein.
Doch wenn mehr Menschen von Ihnen erfahren, und von denen, die ohne zu zögern für Andere eintreten, dann würde diese Hemmschwelle etwas sinken. Jedes Mal etwas mehr.
Ich sagte Ihnen: Die Wahrheit ist selten rein und niemals einfach.

Deshalb wende ich mich auch an alle hier Anwesenden und möchte Sie bitten:
Wählen Sie nicht den einfachen Weg. Geben Sie sich nicht damit zufrieden, einmal im Jahr durch eine Preisverleihung Wertschätzung zu zeigen.
Halten Sie Ausschau nach den Personen im Alltag, die zivilcouragiert handeln und lassen Sie Ihnen die Anerkennung zuteilwerden, welche Sie verdienen. Jeden Tag. Ob herausragende Einzelfälle oder mühevoll erarbeitete Projekte - trotz vieler Helfer im Präventionsrat gelingt es uns nicht immer, jeder guten Tat zu der Öffentlichkeit zu verhelfen, welche notwendig ist, um die Hemmschwelle des Handelns immer weiter abzusenken.
Gemeinsam mit Ihnen können wir dies jedoch erreichen. Als starkes Netzwerk in unserer Stadt. Ich wünsche mir, im nächsten Jahr wieder an dieser Stelle zu stehen und Ihnen die Preisträger des nächsten Jahres vorzustellen - in dem Wissen, dass wir alle dazu beigetragen haben, diese Menschen zu erkennen und dazu zu inspirieren, für ihre Mitmenschen einzutreten. Denn dafür steht der Präventionsrat Bremerhaven - und - wie wir gehört haben auch der Lions Club Bremerhaven. Sagen Sie es weiter.

Und jetzt hab ich es gefunden, das vermisste Kostüm - dadurch, dass wir den Spot darauf gerichtet haben, ist es das Kostüm der Selbstverständlichkeit zur Hilfe, denn das tragen heute unsere Helden - die hier anwesenden Preisträgerinnen, das so viele andere im Alltag tragen können, wenn sie genau so beherzt für ihre Mitmenschen handeln und sich ein Beispiel daran nehmen.


Sie stoppten einen Messerstecher
Sie stoppten einen Messerstecher
(Sonntags-Journal vom 01.07.2018)

Mutige Frauen ausgezeichnet
Mutige Frauen ausgezeichnet
(Nordsee-Zeitung vom 26.06.2018)
nach oben
nach oben

2016

Am Freitag, den 15. Dezember 2017 wurde zum 11. mal der Zivilcouragepreis des Präventionsrates der Stadt Bremerhaven verliehen. Herr Heilmann und Herr Mibert, Gesellschafter des Rüssel, haben erneut mit einer großzügigen Spende ihr Engagement für die Förderung der Zivilcourage in unserer Gesellschaft gezeigt. Damit war es - wie bereits in den Vorjahren - möglich, den Zivilcouragepreis durch ein Preisgeld zu ergänzen.

Die ehrenamtliche Initiative "Leher Pausenhof" setzt sich für die Kinder des Goetheviertels ein. Eine Vielzahl dieser Kinder stammt aus Familien, die nur über begrenzte finanzielle Möglichkeiten verfügen oder einen Migrationshintergrund haben. Die Ehrenamtlichen betreuen die Kinder und bieten mehrfach in der Woche einen Raum zum Spielen, Basteln und Toben an. Darüber hinaus unterstützen Sie die Kinder beim Lernen und organisieren Projekte in den Ferien. Durch das Engagement werden die Kinder gefördert und im Umgang miteinander und mit den Herausforderungen des Lebens gestärkt. Für dieses vorbildliche gesellschaftliche Engagement wurde das Projekt mit dem Zivilcouragepreis 2016 ausgezeichnet.

Frau B. und Herr R. beobachteten in der Nacht einen Täter beim Einschlagen einer Fahrzeugscheibe. Der Täter hat aus dem Fahrzeug eine Tasche entwendet und ist mit dieser in Richtung Goethestraße geflüchtet. Herr R. hat den Tatverdächtigen zunächst verfolgt, verlor diesen jedoch aus den Augen. Frau B. und Herr R. haben sofort die Polizei verständigt und konnten eine sehr detaillierte Beschreibung des Tatverdächtigen sowie dessen Fluchtrichtung abgeben. Im Rahmen der Fahndung konnte der Tatverdächtige von den Einsatzkräften schließlich festgenommen werden. Für ihr vorbildliches Verhalten wurden Frau B. und Herr R. ebenfalls mit dem Zivilcouragepreis 2016 ausgezeichnet.

An dieser Stelle sei besonders erwähnt, dass Frau B. und Herr R. das ihnen mit dem Zivilcouragepreis übergebene Preisgeld spontan dem Projekt "Leher Pausenhof" spendeten - erneut ein anerkennenswertes Verhalten der zwei!


Anerkennung für engagierte Zivilcourage
Anerkennung für engagierte Zivilcourage
(Sonntags-Journal vom 17.12.2017)

Von Bürokratiemonstern, Alarmzeichen und gesellschaftlichen Vorbildern
Von Bürokratiemonstern, Alarmzeichen und gesellschaftlichen Vorbildern
(Nordsee-Zeitung vom 16.12.2017)

Handeln statt wegsehen
Handeln statt wegsehen
(Nordsee-Zeitung vom 16.12.2017)

Pausenhof ohne Winterschlaf
Pausenhof ohne Winterschlaf
(Nordsee-Zeitung vom 14.12.2017)
nach oben
nach oben

2015

Am Mittwoch, den 26. Oktober 2016, konnte der Präventionsrat Bremerhaven zum 10. mal den Zivilcouragepreis an Menschen verleihen,die durch ihr couragiertes Verhalten Vorbilder sind. »Als es nötig war, haben Sie hingeschaut - heuten schauen wir auf Sie. Sie sind Vorbilder in unserer Gesellschaft« sagte der Direktor der Ortspolizeibehörde, Herr Harry Götze, im Rahmen der Verleihungszeremonie.
Auch in diesem Jahr war es aufgrund einer großzügigen Spende möglich, den Zivilcouragepreis durch ein Preisgeld zu ergänzen. Herr Heilmann und Herr Mibert, Gesellschafter des Rüssel, die sich bereits seit langem nicht nur in der Alten Bürger sondern auch in Präventionsprojekten engagieren, unterstützten mit ihrer Spende den Präventionsrat bei seiner Arbeit für mehr Zivilcourage.

Jana F., Grit H. und Valentin W. kamen auf eine Situation in der Bürger zu, in der zwei Täter auf eine am Boden liegende Person einschlugen und -traten. Ohne zu zögern kamen sie dem Opfer zu Hilfe und verständigten gleichzeitig die Polizei. Durch das couragierte Einschreiten der drei Helfer ließen die Täter vom Opfer ab und ergriffen die Flucht. Die Helfer kümmerten sich bis zum Eintreffen von Polizei und Rettungsdienst um das Opfer.

Herr M. wurde Zeuge eines Handtaschendiebstahls. Nachdem die Geschädigte ein Bankinstitut verließ und in ihr Auto einstieg, legte sie ihre Handtasche auf den Beifahrersitz. Diese Situation nutzte der Täter, der blitzschnell die Beifahrertür öffnete, die Tasche an sich nahm und zu Fuß die Flucht ergriff. Herr M. bemerkte dies und verfolgte den Dieb. Es gelang Herrn M., den Dieb einzuholen, diesen festzuhalten und die zwischenzeitlich von diesem weggeworfene Tasche an sich zu nehmen. Der Dieb konnte bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten und die Handtasche ihrer Eigentümerin ausgehändigt werden.

Nachdem die Geschädigte Geld von ihrem Bankinstitut abgeholt und dieses in ihrer Handtasche verstaut hatte, wurde ihr von einen jungen Täterin die Handtasche geraubt. Die Geschädigte verfolgte die Täterin und machte dabei auf sich aufmerksam. Dieses bemerkte der Zeuge Yusuf K. und kam der Geschädigten zur Hilfe. Er stellte sich der Täterin in den Weg und konnte diese bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.


22-Jähriger mit Zvilcourage-Preis ausgezeichnet
22-Jähriger mit Zvilcourage-Preis ausgezeichnet
(Nordsee-Zeitung vom 23.11.2016)

Helfen statt wegschauen
Helfen statt wegschauen
(Sonntags-Journal vom 06.11.2016)

Vier Helden des Alltags
Vier Helden des Alltags
(Nordsee-Zeitung vom 29.10.2016)
nach oben
nach oben

2014

Bereits zum zweiten mal konnte der vom Präventionsrat Bremerhaven verliehene Zivilcouragepreis durch ein Preisgeld ergänzt werden, welches durch ein Bremerhavener Unternehmen gestiftet wurde. In diesem Jahr war es Herr Anthes, Inhaber der Sander-Apotheken, der sich mit der Stiftung des Preisgeldes für die Zivilcourage in Bremerhaven stark machte.

Herr Sait S. musste als Inhaber eines Geschäftes mit ansehen, wie es in seinem Laden zu einem Streit eines jungen Pärchens kam. Im Verlauf des Streits schlug der damals 18-jährige Täter seine Freundin, schleuderte sie zu Boden und schliff sie an den Haaren durch den Verkaufsraum. Durch sein beherztes Eingreifen konnte Herr S. erreichen, dass der Täter von seinem Opfer abließ und den Laden verließ.

Das Ehepaar L. beobachtete in der Nähe ihrer Wohnung den Streit eines Paares. Der Täter rannte auf die damals 28-jährige Frau zu, rammtge sie zu Boden und schlug weiter auf die am Boden liegende Frau ein. Das Ehepaar L. machte dem Täter deutlich, dass sie augenblicklich die Polizei rufen würden und kam damit der am Boden liegenden Frau zu Hilfe. Der Täter entfernte sich darauf hin.

Herr U. wurde Zeuge eines Handtaschenraubes zum Nachteil einer damals 83-jährigen Geschädigten. Der Täter näherte sich seinem Opfer auf dem Fahrrad und entriss ihr die Handtasche. Herr U. der ebenfalls mit dem Fahrrad unterwegs war, nahm umgehend die Verfolgung des Räubers auf. Er forderte den Räuber zum stehenbleiben auf, konnte diesen einholen und tatsächlich die Beute zurück erlangen. Um eine Eskalation zu vermeiden, ließ er den Täter laufen. Er teilte der Polizei seine Beobachtungen mit und gab eines sehr gute Beschreibung des Täters ab, wodurch dieser bei einer Lichtbildvorlage ermittelt werden konnte.


Zivilcouragepreis verliehen
Zivilcouragepreis verliehen
(Elbe-Weser Aktuell vom 23.09.2015)

Hingeschaut und gehandelt
Hingeschaut und gehandelt
(Sonntags-Journal vom 20.09.2015)

Preis für Zivilcourage an Bürger
Preis für Zivilcourage an Bürger
(Nordwest Zeitung vom 18.09.2015)

Die Helden von nebenan
Die Helden von nebenan
(Nordsee-Zeitung vom 18.09.2015)

Gesicht des Tages / Zivilcourage
Gesicht des Tages / Zivilcourage
(Nordsee-Zeitung vom 17.09.2015)
nach oben
nach oben

2013

Obwohl das mit dem »Deutschen Förderpreis Kriminalprävention« gewonnene Preisgeld mit der im Jahr 2013 durchgeführten Vergabe des Zivilcouragepreises 2012 aufgebraucht war, konnte dank des Hafenbetreibers Eurogate auch im Jahr 2014 mit der Verleihung des Zivilcouragepreises des Präventionsrates der Stadt Bremerhaven ein Preisgeld verbunden werden.

Alexander M. beobachtete bei einer Autofahrt einen Überfall auf eine ältere Frau. Zunächst folgt er dem Täter mit dem Auto, dann steigt er aus, kann den Täter zu Fuß einholen, stellen und schließlich der Polizei übergeben. Diese hatte seine Frau Natalia verständigt und sich gleichzeitig um das Opfer gekümmert.

Elisabeth P. konnte einen Trickdiebstahl bei ihrer 85-jährigen Nachbarin verhindern. Sie hatte mitbekommen, wie ein angeblicher Polizist bei ihrer Nachbarin an der Tür klingelte und sich dann Zutritt zur Wohnung verschaffte. Da Frau P. dies nicht ganz geheuer vorkam, klingelte und klopfte sie bei ihrer Nachbarin und machte so auf sich aufmerksam. Durch so viel Aufmerksamkeit eingeschüchtert flüchtete der Täter daraufhin aus der Wohnung.


Präventionsrat Bremerhaven setzt Zeichen gegen die »Unkultur des Wegschauens«
Präventionsrat Bremerhaven setzt Zeichen gegen die »Unkultur des Wegschauens«
(Elbe-Weser Aktuell vom 05.11.2014)

Mutige Bremerhavener ausgezeichnet
Mutige Bremerhavener ausgezeichnet
(Sonntags-Journal vom 02.11.2014)

Mut wird belohnt
Mut wird belohnt
(Nordsee-Zeitung vom 31.10.2014)

Handtaschendieb zu Fuß verfolgt
Handtaschendieb zu Fuß verfolgt
(Nordsee-Zeitung vom 31.10.2014)

Auszeichnung für die »Helden des Alltags«
Auszeichnung für die »Helden des Alltags«
(BILD-Zeitung vom 31.10.2014)
nach oben
nach oben

2012

Drei Preisträger verhinderten durch ihr Eingreifen, dass das Opfer einer gefährlichen Körperverletzung weiterhin den Tritten und Schlägen der aggressiven Täter ausgesetzt war. Darüber hinaus stellten sie sich als Zeugen im weiteren Verfahren zur Verfügung.

Herr V. und Herr R. kümmerten sich unmittelbar nach einem Handtaschenraub um das Opfer, nahmen die Verfolgung des Täters auf und konnten so die geraubte Handtasche mitsamt Inhalt wiedererlangen und dem Opfer übergeben.


Ohne zu zögern geholfen
Ohne zu zögern geholfen
(Sonntags-Journal vom 25.08.2013)

Ein Mensch ist ein Mensch
Ein Mensch ist ein Mensch
(Nordsee-Zeitung vom 23.08.2013)
nach oben
nach oben

2011

Herr K. erhielt den Zivilcouragepreis, weil er bei einem Raubüberfall einschritt und den bewaffneten Täter aus dem Geschäft drängte und dadurch von der weiteren Tabegehung abhielt.

Frau B. verhinderte einen Tschendiebstahl in einem Linienbus, indem sie das Opfer ansprach und die zwei Täterinnen daraufhin die Tathandlung abbrachen. Auf Grund ihrer Zeugenaussage konnten beide Täterinnen später ermittelt werden.

Drei Schülerinnen der Heinrich-Heine-Schule wurden für ihr vorbildliches soziales Engagement ausgezeichnet. Seit mehreren Jahren sammeln sie regelmäßig Geld für soziale Projekte.

Die Fritz-Reuter-Schule wurde für die Einrichtung des Jugendsanitätsdienstes ausgezeichnet.

Bei den sozialen Diensten der Justiz im Lande Bremen, Arbeitsgruppe Bremerhaven, wurde unter der Leitung von Herrn Jochen Mertin das Projekt der ehrenamtlichen Bewährungshilfe eingerichtet. Die Bewährungshelfer setzen sich ehrenamtlich mit persönlicher Kompetenz bei der Beratung, Hilfe und Unterstützung für die gesellschaftliche Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen ein.


Ich höre die Schreie noch
Ich höre die Schreie noch
(Nordsee-Zeitung vom 13.07.2012)
nach oben
nach oben

2010

Herr D. verhinderte durch sen umsichtiges und konsequentes Enschreiten die Weiterfahrt einer betrunkenen Fahrzeugführerin, die bereits zwei Verkehrsunfälle verursacht hatte und ohne das Einschreiten vermutlich noch größeren Schaden angerichtet hätte.

Die Schülerstreitschlichter der Allmersschule, die aus der zweiten und dritten Klasse stammten, wurden für ihren Einsatz und ihr Engagement ausgezeichnet. Sie stellen sich ehrenamtlich für die Aufagbe der Schülerstreitschlichtung zur Verfügung und tragen somit dazu bei, das Klima an der Schule zu verbessern und den Frieden untereinander zu sichern.


Ich musste eingreifen
Ich musste eingreifen
(Sonntags-Journal vom 21.08.2011)

Zivilcourage mit Adrenalin im Blut
Zivilcourage mit Adrenalin im Blut
(Nordsee-Zeitung vom 19.08.2011)
nach oben
nach oben

2009

Frau K. und Frau Z. schritten am 28.06.2008 bei einem Überfall auf einen jungen Mann in der Oberen Bürger ein. Das Eingreifen der Zeuginnen hat das Opfer vor schwerwiegenden, möglicherweise bleibenden Schäden bewahrt.


Prügel-Opfer vor Schlimmerem bewahrt
Prügel-Opfer vor Schlimmerem bewahrt
(Nordsee-Zeitung vom 06.08.2010)
nach oben
nach oben

2008

Der Preisträger, ein Schüler der Heinrich-Heine-Schule, gehörte zu den ersten, die sich im Rahmen der »Schülermitverantwortung« engagiert haben. Hierzu durchlief er u.a. eine 6-monatige Ausbildung zum Schülerstreitschlichter. Mit sienem mutigen Einsatz verhielt er sich vorbildlich, gab ein positives Beispiel für seine Mitschülerinnen und Mitschüler und wurde deshalb mit dem Zivicouargepreis ausgezeichnet.

Herr G. beobachtete einen Handtaschenraub am Bremerhavener Deich. Barfuß und in Badehose nahm er die Verfolgung des Täters auf, hat dabei andere Personen um Hilfe gebeten - vergebens! Trotzdem gelang es ihm - auch ohne Mithilfe - den Täter zu fassen und ihn der Polizei "zu übergeben".


Couragiertes Handeln
Couragiertes Handeln
(Nordsee-Zeitung vom 16.03.2008)
nach oben
nach oben

2007

Die Paula-Modersohn-Schule wurde für das Projekt »Schülerinnen und Schüler in der Verantwortung« ausgezeichnet. Mit dem Projekt wurd aufgezeigt, dass sich junge Menschen mit dem Begriff »Zivilcourage« nicht nur auseinandergesetzt, sondern aktiv daran beteiligt haben.

Herr S. griff ein, als es in der Lloydstraße zu einer gefährlichen Körperverletzung kam. Druch dieses besonders couragierte Verhalten gelang es der Polizei, den Täter festzunehmen und zu verhindern, dass weitere Personen verletzt werden konnten.


Bescheidener Retter an der Bushaltestelle
Bescheidener Retter an der Bushaltestelle
(Nordsee-Zeitung vom 27.02.2007)
nach oben
nach oben

2006

Herr M. war nachts auf dem Heimweg von der Arbeit, als er an einer Bushaltestelle in der Rickmersstraße ein Gerangel wahrnahm. Sofort dreht er seinen Wagen, hielt an und stieg aus. Das vermeintliche Gerangel stellte sich als eine versuchte Vergewaltigung heraus, der Täter flüchtete! Ohne das Eingreifen hätte das 14-jährige Opfer sicherlich einen unermesslichen Schaden erlitten.

Kevin und Philipp sind Streitschlichter an der Georg-Büchner-Schule. Sie klären Meinungsverschiedenheiten und andere Konflikte und versuchen dadujrch, Prügeleien zu verhindern. "Meist sind Streits Missverständnisse" sagt Kevin. "Um sie zu schlichten, lassen wir deshalb die Streitenden den Konflikt erzählen, jeder aus seiner Sicht."


Präventionsrat belohnt mutige Bürger
Präventionsrat belohnt mutige Bürger
(Sonntags-Journal vom 12.02.2006)

Streitschlichter und Lebensretter belohnt
Streitschlichter und Lebensretter belohnt
(Nordsee-Zeitung vom 09.02.2006)

Beherztes Eingreifen rettet Schülerin vor Überfall
Beherztes Eingreifen rettet Schülerin vor Überfall
(Nordsee-Zeitung vom 11.02.2006)
nach oben
nach oben
6 praktische Tipps für mehr Sicherheit im Alltag

weggeschaut. ignoriert. gekniffen.

Hinsehen statt Wegschauen, Engagement statt Gleichgültigkeit: Mit ihrer Informationsoffensive »Aktion-tu-was« will die Polizei innerhalb der Bevölkerung das Bewusstsein für mehr Solidarität und größere Hilfsbereitschaft stärken.
Zur Unterstützung der Aktion hat die Polizei ein umfangreiches Medienpaket zusammengestellt, das allen Bürgerinnen und Bürgern dazu dient, sich in brenzligen Situationen als Zeuge oder Helfer richtig zu verhalten. Die nachfolgend aufgeführten Tipps sollen Ihnen einen Anhalt dafür geben, wie Sie sich richtig verhalten:

  1. Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen
  2. Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf
  3. Ich beobachte genau, präge mir Tätermerkmale ein
  4. Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110
  5. Ich kümmere mich um Opfer
  6. Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung

1. Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen

Manchmal genügt schon ein lautes Wort, um Täter von Ihrem Vorhaben abzubringen. Achten Sie jedoch darauf, den oder die Täter nicht zu provozieren und sich nicht von ihnen provozieren zu lassen. Wichtig ist daher eine umsichtige Reaktion. Wegschauen oder Weglaufen ist jedoch keine Lösung: suchen Sie Mitstreiter und bieten Sie Hilfe an, greifen Sie ein und machen Sie klar, dass Gewalt keine Privatangellegenheit ist! Ganz wichtig: Duzen Sie den oder die Täter nicht, da Umstehende dadruch einen privaten Konflikt vermuten könnten.

2. Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf

Leider geschieht es immer wieder - am hellichten Tag im Bus, in der Fußgängerzone oder beim Einkaufen: ein Mensch wird bestohlen, beraubt oder verletzt. Es gab viele Zeugen aber die wenden sich einfach ab! Warten Sie nicht darauf, dass schon irgend jemand helfen wird. Sein Sie die oder der Erste, machen Sie andere gezielt auf die Straftat aufmerksam und verhindern dadurch Schlimmeres.
Einer gezielten Ansprache kann man sich nur schlecht entziehen: »Sie, der Herr mit dem roten T-Shirt, helfen Sie mir!«
»Sie, die Dame mit dem Regenschirm, rufen Sie die Polizei!«

3. Ich beobachte genau, präge mir Tätermerkmale ein

Auch wenn Sie nicht direkt eingreifen können - Ihre Hilfe ist trotzdem sehr wichtig. Beobachten Sie das Geschehen aufmerksam, prägen Sie sich Besonderheiten und Auffälligkeiten ein oder notieren Sie sie. Gerade solche Details, die vermeintlich nur Nebensächlichkeiten sind, können bei der Überführung vpn Tätern und der Aufklärung von Verbrechen eine wesentliche Rolle spielen. In welche Richtung ist der Täter gelaufen?
Wie war er gekleidet? Wie groß war der Täter?

4. Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110

Je schneller Sie die Polizei informieren, desto größer sind die Chancen Täter zu ermitteln oder Tathandlungen frühzeitig zu unterbinden, bevor Schlimmeres passiert. Entweder rufen Sie selbst die Polizei über den kostenlosen Notruf 110 an oder Sie fordern Umstehende auf, die Polizei zu informieren. Teilen Sie am Notruf das Geschehen mit, indem Sie sich an den W-Fragen orientieren: Wer? Was? Wo? Wann?

5. Ich kümmere mich um Opfer

Erste Hilfe ist immens wichtig! Kümmern Sie sich daher unverzüglich um verletzte Personen. So kann die Ausrichtung in eine stabile Seitenlage für das Opfer lebenswichtig sein. Alarmieren Sie den Rettungsdienst über Notruf 112. Denken Sie daran: Helfen kann jeder, auch wenn Sie es sich womögich im erste Augenblick nicht zutrauen.

6. Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung

Häufig kommen Täter ohne Strafe davon, weil sich Zeugen des Geschehens nicht bei der Polizei melden. Die Gründe dafür sind manchmal Angst, (behaupteter) Zeitmangel oder einfach Bequemlichkeit! Die Wirkung bei Tätern kann sich jeder vorstellen: sie werden dadurch geradezu ermuntert, ihre Straftaten fortzusetzen. Sorgen Sie mit Ihrer Aussage dafür, dass Straftaten aufgeklärt und Straftäter überführt werden können. Denn nur so ist es der Polizei möglich, ihren Teil dazu beizutragen, dass wir alle in Sicherheit leben können.

nach oben
nach oben